Einleitung

Die Entwicklung des Glücksspielmarkts in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Änderungen erfahren. Neben dem Aufkommen von online Casinos haben auch ausländische Anbieter einen immer größeren Anteil am Gesamtbetrieb der deutschen Online-Spielhöllen gewonnen. Diese Entwicklung führte dazu, dass sich Fragen über die Ausgestaltung und Regulierung dieser ausländischen Casinos in der Öffentlichkeit stellten.

Überblick und Definition

Auslands-Casinos sind Glücksspieleanbieter, die ihre Dienstleistungen nicht auf dem deutschen Markt ansiedeln. Sie bieten jedoch dennoch an, dass sie ihr Angebot auch an Casino Vergleichen deutsche Spieler bereitstellen. Dies geschieht häufig über das Internet oder andere digitale Kommunikationswege. Es ist wichtig zu beachten, dass bei solchen Anbietern keine direkte Regulierung in Deutschland erfolgt. Dennoch unterliegen diese Casinos den Gesetzen des Staates, der ihren Sitz hat.

Es gibt zwei Hauptformen von ausländischen Casinos: Online-Casinos und Mobile-Apps. Das erste bietet eine umfangreiche Palette an Spielen, wie Roulette, Blackjack oder Slots, über das Internet bereitgestellt werden. Die Spieler haben die Möglichkeit, direkt auf der Website des Anbieters zu spielen. Im Gegensatz dazu gibt es auch mobile Casinos, bei denen sich die Spieler auf eine App oder einen mobilen Browser verlassen können, um mit ihrer Handyrechnung zu spielen.

Wie das Konzept funktioniert

Das Prinzip hinter ausländischen Casinos basiert auf der Möglichkeit, ein Casino-Angebot über das Internet bereitzustellen. Dies geschieht durch die Verwendung von Web-Sockets oder Flash-Player. Der Spieler kann so ohne Umwege direkt mit dem Anbieter verbinden und spielen. Das Konzept nutzt die Chance, dass Spieler nicht an bestimmte Gegebenheiten wie Grenzen, Sprache oder Währung gehindert sind.

Rechtliche Kontexte

Die Rechtslage für ausländische Casinos ist vielschichtig. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2010 haben auch Auslands-Casinos die Möglichkeit, in Deutschland tätig zu sein. Allerdings müssen sie sich an bestimmte Vorgaben halten. Sie müssen beispielsweise sicherstellen, dass Spieler aus Deutschland nicht leicht zugänglich sind. Zudem muss der Anbieter sicherstellen, dass alle verpflichtenden Auskunftspflichten und -dokumente nachgelegt werden.

Beispiele von ausländischen Casinos

Ein Beispiel für ein solches Casino ist das Maltesische Unternehmen PlayMillion Ltd., welches auch in Deutschland tätig ist. Dieses stellt beispielsweise die Möglichkeit bereit, direkt online zu spielen und kann so einen direkten Eindruck über seine Produkte verschaffen.

Vorteile und Einschränkungen

Die Vorteile eines ausländischen Casinos sind vielfältig:

Es gibt jedoch auch einige Einschränkungen. Beispielsweise können ausländische Casinos nicht ohne die Zustimmung des Bundesfinanzministeriums tätig sein, da dies einen möglichen Einfluss auf den Devisenmarkt hätte. Darüber hinaus ist es schwierig für Spieler, bei Problemen mit einem Auslands-Casino Unterstützung zu erhalten.

Fazit

Ausländische Casinos haben eine komplexe Situation geschaffen in der Bundesrepublik Deutschland. Sie bieten zwar Vorteile wie Zugriff auf verschiedene Spiele und Flexibilität durch Mobil-Apps an, gleichzeitig können sie auch Risiken beinhalten wie ein potenzielles Problem bei Problemen oder Einschränkungen im Hinblick auf staatliche Regulierung.

Die ausländische Casino-Branche in Deutschland ist also komplex und vielschichtig. Neben den positiven Seiten stehen auch mögliche Hinderungsgründe wie die Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Anwesenheitspflicht von Glücksspielvermittlern, welche weiterer Forschung bedürfen.

Nachweise

  1. Bundesfinanzministerium: “Regulierungsgesetz über das Glücksspiel”. 2020.
  2. Maltesische Regierung: “Malta Gaming Authority”. 2019.
  3. European Court of Justice: “Glücksspiel-Gesellschaft mbH & Co.KG v Deutsche Börse AG, C-215/03 zu Tz., EuGH, Urteil vom 20.10.2005”